Jede Beleg-App muss dasselbe erste Problem lösen: ein Foto eines zerknitterten Belegs in strukturierte Daten verwandeln — einen Händler, einen Gesamtbetrag, ein Datum. Der Unterschied zwischen den Apps liegt darin, wo diese Arbeit passiert. Bei den meisten lautet die Antwort „auf unseren Servern". Bei Enceipt lautet die Antwort „auf deinem Handy, und nirgendwo sonst".
Das ist der ganze Grund, warum es Enceipt gibt, also lohnt es sich, genau zu erklären, wie es funktioniert.
Das Datenschutzproblem bei Beleg-Apps
Ein Beleg ist eines der aufschlussreichsten Dokumente, die du besitzt. Er sagt, wo du warst, wann und wie viel du ausgegeben hast. Reih ein Jahr davon aneinander und du hast eine detaillierte Landkarte vom Leben und Geschäft eines Menschen.
Die meisten Ausgaben-Apps bitten dich, diesen Beleg zu fotografieren und hochzuladen. Das Bild landet auf einem Server, ein OCR-Dienst liest es, und die extrahierten Daten werden in einem an deine E-Mail gebundenen Konto gespeichert. Selbst wenn das Unternehmen es gut meint, lebt deine Finanzhistorie nun irgendwo, das du nicht kontrollierst — ausgesetzt ihren Lecks, ihren Richtlinien und ihren Vorladungen.
Enceipt startet von der gegenteiligen Annahme: Der sicherste Ort für deine Daten ist das eine Gerät, das du bereits in der Hand hältst.
Wie die Extraktion auf dem Gerät funktioniert
Wenn du einen Beleg scannst, lässt Enceipt eine dreistufige Pipeline laufen, alles lokal:
- OCR. Texterkennung auf dem Gerät (ML Kit) liest den rohen Text vom Bild. Das Bild verlässt das Gerät nie — nicht zu uns, nicht zu irgendwem.
- Heuristiken. Ein zweckgebauter Parser durchsucht diesen Text nach den Mustern, auf die es ankommt: dem größten plausiblen Gesamtbetrag, einem Transaktionsdatum in jedem gängigen europäischen oder US-Format, dem Händlernamen oben. Das erledigt die große Mehrheit alltäglicher Belege sofort und offline.
- Optionale KI. Bei unübersichtlichen, verblassten oder ungewöhnlichen Belegen, bei denen die Heuristiken unsicher sind, kannst du ein KI-Modell auf dem Gerät aktivieren, das den Text mit weit mehr Feingefühl liest.
Die ersten beiden Stufen kommen mit jeder Installation und brauchen keinen Download, kein Konto und keine Verbindung.
Das optionale Gemma-KI-Modell
Die dritte Stufe nutzt Google Gemma 3, ein kompaktes, hochmodernes Sprachmodell, das direkt auf deinem Handy läuft. Es ist vollständig optional:
- Es ist ein einmaliger Download von rund 0,5 GB, einmal vom CDN von Launchwick geholt und im app-privaten Speicher abgelegt.
- Einmal heruntergeladen, funktioniert es vollständig offline — im Flugzeug, im Keller, überall.
- Dein Belegtext wird zur KI-Verarbeitung nie an einen Server gesendet. Das Modell liest ihn auf dem Gerät, genau wie der Rest der Pipeline.
- Du kannst es jederzeit löschen in den Einstellungen, um Speicher zurückzugewinnen; Enceipt fällt auf seine integrierte Texterkennung zurück.
Gemma wird von Google unter den Gemma Nutzungsbedingungen bereitgestellt.
Mehrsprachig von Grund auf
Belege sehen nicht alle gleich aus. Ein deutscher Beleg schreibt den Gesamtbetrag als 12,90 € und das Datum als 03.06.2026. Ein französischer nutzt Montant; ein spanischer Importe; ein türkischer Toplam. Der Parser von Enceipt versteht diese Konventionen — europäische Dezimalkommata, Tausendertrennzeichen und TT.MM.JJJJ-Daten — und die App selbst erscheint auf Englisch, Deutsch, Türkisch, Französisch und Spanisch.
Das heißt, der richtige Gesamtbetrag wird extrahiert, ob der Beleg nun $162.98 oder 162,98 € sagt, und die vorgeschlagene Kategorie kommt in deiner Sprache.
Was wir versprechen
Das Versprechen ist einfach, und die Architektur ist das, was es untermauert: deine Belege bleiben auf deinem Gerät. Kein Konto, keine Cloud-Synchronisierung, kein Server, der deine Daten liest. Das optionale KI-Modell ändert daran nichts — es macht die Extraktion auf dem Gerät nur klüger. In unserer Datenschutzerklärung kannst du genau nachlesen, was wir berühren und was nicht.